Entwicklung der Stadt Gifhorn von 1977 bis 1980
Entwicklung der Stadt Gifhorn von 1977 bis 1980
Bürgerstiftung Kavalierhaus
Vortrag von Manfred Birth:
Entwicklung der Stadt Gifhorn von 1977 bis 1980.
Im Rahmen seiner Dokumentation über die Entwicklung der Stadt Gifhorn seit 1945 berichtet Altbürgermeister und Ehrenbürger Manfred Birth am 31. März 2026 um 19.00 Uhr im Eiskeller, Schleusendamm, über Ereignisse in der Zeit von 1976 bis 1980 in der Geschichtswerkstatt der Kavalierhausstiftung.
In diesem Zeitraum erfolgte wohl die wichtigste Veränderung in unserer Stadt: dem Bau der Fußgängerzone. Er erinnert er als Zeitzeuge an die Planung und den Bau des ersten Abschnitts der Fußgängerzone von der Bodemann Straße bis zum alten Rathaus. In seinem Bericht schildert er, wie der Straßenverkehr der B4 aus dem innerstädtischen Bereich durch die Fußgängerzone auf andere Straßen umgeleitet wurde. Beleuchtet wird der Widerstand gegen die Fußgängerzone von Kaufleuten, Anliegern und Presse. Proteste erfolgten auch durch einen Sitzstreik in der Bodemann-Straße. Nach Eröffnung am 8. Dezember 1979 gab es nur noch Lob über die neue Fußgängerzone.
In diesem Zeitraum gab es auch einige Veränderungen im Stadtbild. Birth berichtet über den Bau der Turnhalle Flutmulde, die Schaffung der Steinweg Passage und dem Neubau der AOK an der Konrad-Adenauer-Straße. Auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte wurde der erste große Einkaufsmarkt, der Grosso Markt, errichtet.
In dieser Zeit wurde mit der Renovierung des Schlosses und den Planungen für das Kreishaus 2 begonnen. Das Kreishaus 2 wurde auf der Fläche der ehemaligen Pavillons der Bauverwaltung geplant und später auch errichtet.
Da die Schlosskapelle auch neu restauriert wurde, bemühte sich der Landkreis um die Rückführung des Marienaltars, der 1866 vom damaligen König Georg V. von Hannover in die Landeshauptstadt geholt wurde. Der Marienaltar wurde im Jahr 1547 von einem Antwerpener Künstler entworfen und damals in der Schlosskapelle aufgestellt. An seiner Stelle ist dort das Gemälde vom ungläubigen Thomas des Künstlers Johannes Grützke.
Eine besondere Attraktion in der Stadt Gifhorn wurde durch die Ansiedlung der internationalen Wind- und Wassermuseums geschaffen, dessen Aufbau in dieser Zeit begann.
Der Eintritt zu unseren Veranstaltungen ist frei, Spenden sind aber herzlich willkommen.

